Sven Claudio Werner Steve Dany

 

 

 

 
 
 
 
 

Die Exzesse überlassen sie gerne anderen, hoch gestochene Träumereien auch. KHARMA sind schliesslich keine Jungspunde mehr, die sich im Übungskeller oder in trostlosen Jugendzentren die Finger blutig spielen, um darauf zu hoffen, dereinst von einer grossen Plattenfirma entdeckt zu werden, um die grosse weite Rockwelt in ihren Grundfesten zu erschüttern.

Das haben die fünf Musiker von KHARMA schon vor einer ganzen Weile getan. Heute sind die Ostschweizer gestandene Familienväter oder stehen mitten im (Berufs-)Leben.

 

Und brauchen sich längst nichts mehr zu beweisen. Das ist gut so, und für die Herren von KHARMA absolut in Ordnung.

Seit 2004 machen KHARMA unter diesem Namen Musik. Gekannt haben sich die Musiker, die ihre Wurzeln zum grössten Teil im Rheintal haben oder heute dort leben, zum Teil schon früher. Mit KHARMA wird ausschliesslich dem Lustprinzip gefrönt. Erlaubt ist, was Spass macht, und musikalisch für alle vertretbar ist. Einer bestimmten Formel folgen KHARMA nicht, jeder bringt seine Ideen ein. Auf ein kommerzielles Schema wird schon gar nicht geschielt, wieso auch! Schliesslich haben sich KHARMA nicht mit dem Ziel formiert, die Hitparade zu erobern, sondern qualitativ hochwertige Arbeit abzuliefern, hinter welcher die Band stehen kann.

 

Locker bringt der KHARMA- Fünfer auf seinem Debut-Album «Between The Lines» die Summe seiner Erfahrungen ein, die von traditionellem Riff-Hardrock über komplizierte Akkordwechsel und episch angesetzte Arrangements bis zu elektronischen Spielereien reichen. Auf die Stoppuhr haben KHARMA bei der Länge der Songs schon gar nicht geschaut, die Kreativität wollte man ja nicht der sklavischen Fessel eines Dreiminuten-Popsongs opfern, bloss um sich Chancen auf Radio-Einsätze zu erhoffen.

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